Städtebauliche Quartiers- und Funktionskonzeption

Die 2013 erstellte Konversionsplanung für das 24ha große Materialdepot (GKU-SE GmbH) formulierte grundsätzliche Ziele für die Tourismusentwicklung in Rechlin-Nord insgesamt. Die touristische Entwicklung im Materialdepot ordnet sich ergänzend zum bereits etablierten, saisonal begrenzten Bade- und Wassertourismus im Hafendorf sowie auch im Konsens zur Hafenwirtschaft mit dem Werftbetrieb ein.

Hauptziele für die Folgenutzung des Materialdepots sind demnach u.a.

  • die weitere Stärkung der hier bereits strukturgebenden Branchen Tourismus und Hafenwirtschaft
  • eine sinnvolle Erweiterung der touristischen Angebote und Infrastruktur, um eine wirtschaftliche und marktfähige Funktionsvielfalt auch saisonübergreifend anbieten zu können
  • eine standörtliche Entflechtung von ruhebedürftigem Tourismus einerseits sowie der Hafenwirtschaft und der etablierten Gewerbebereiche andererseits
  • die Neuordnung der Verkehrserschließung mit Trennung von touristischem und gewerblichem Verkehr in Anlehnung an die historische Verkehrsführung
  • die Enttrümmerung und Dekontamination von Bauflächen sowie von tourismus-relevantem Naturraum.

Weitentwicklung zum zukunftsfähigen Quartiers- und Funktionskonzept

Die CORONA-Pandemie verursachte gravierende Marktveränderungen für die gesamte Tourismus-Branche, die den Erfolg von Neuinvestitionen maßgeblich beeinflussen. Deshalb wurde das städtebauliche Leitbild von 2013 durch ein Team von Architekten, Entwicklern und Konversionsexperten in der Diskussion mit den Gemeindespitzen weiterentwickelt und auf die Herausforderungen für den Tourismus der Zukunft ausgerichtet.

Im Ergebnis liegt ein marktfähiges Quartiers- und Funktionskonzept vor, das die gewachsenen individuellen Bedürfnisse und Ansprüche der Zielgruppen bedient und gleichzeitig intensive Synergien zwischen den Quartieren erzeugt.

Die Dimension der Investitionen hinsichtlich Bettenzahl, Baudichte, Bauhöhe und Baumassen bleibt dagegen gegenwärtig noch offen. Im Weiteren sind die Verträglichkeit mit den Bedürfnissen der Rechliner Bürger ebenso wie Maßgaben von Genehmigungsbehörden zu berücksichtigen.

Drei-Zentren Konzeption

Die Tourismus-Destination soll künftig drei Zentren mit zwischenliegenden Funktionsräumen erhalten:

  • den bereits bestehenden Müritzplatz am Müritz-Ufer
  • den auszubauenden Hafenplatz
  • den Claassee-Platz als historisches Südportal am Luftfahrttechnischen Museum

Moderne umweltfreundliche Verkehrskonzeption

Als Hauptverkehrsachse für den Tourismus soll die alte Ringstraße zwischen dem Kreisverkehr am Museum bis zur Werftstraße ausgebaut werden.

In zentraler Lage befindet sich ein Mobilitäts-Zentrum, mit Haltestelle des ÖPNV Müritz-Rundbus. Großzügige Parkplätze sollen hier den Hauptverkehr, einschließlich der Tagesbesucher, aufnehmen und von den touristischen Kernbereichen fernhalten und damit eine Verkehrsberuhigung in den Quartieren gewährleisten. Künftige Angebote der E-Mobility ermöglichen dennoch eine schnelle, umweltfreundliche Fortbewegung im Gesamtgebiet.


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